• Gemeindehalle Frankenbach
  • katholische Kirche St. Johannes
  • Heinrich-von-Pfeiffer Haus

Programm September - Dezember 2014

Unser aktuelles Programm für das letzte Quartal dieses Jahres steht online bereit.

Die Bevölkerung ist gerne eingeladen vorbeizuschauen, zu lauschen und mit anderen Interessierten auszutauschen.

Termine September - Dezember 2014

Natürlich wird es auch wieder im Bürgeramt in Frankenbach ausliegen.

Neues vom Interessenkreis

Wir haben uns in der letzten Zeit die Festschrift der Freiwilligen Feuerwehr Heilbronn Abt. Frankenbach, die 2012 anlässlich des 130 jährigen Jubiläums erschien, vorgenommen. Hieraus erhält man einen guten Einblick in die Geschichte der wichtigen Frankenbacher Einrichtung.

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Dieses Jahr erinnert an viele Opfer zweier Kriege. Kriegerehrenmale sind Mahnmale wider das Vergessen. Bei dieser Führung möchten uns mit dem Sinn der Mahnmale und ihrer Geschichte befassen.
Führung mit dem Sinn und Inhalt dieser Gedenkstätte in Frankenbach befassen.

Treffpunkt:
Evangelische Kirche Heilbronn-Frankenbach

14.00 Uhr

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Der Interessenkreis

Die Fragen "Wo kommen wir her?“, „Wo gehen wir hin?" waren 1991 Anstoß für Pfarrer Rudolf Mayer und Sigbert Senghaas vom Ortskartell Kirchhausen zur Gründung eines Interessenkreises Heimatgeschichte. Kirchhausen war damit Pionier.
Mit Unterstützung des Schul-, Kultur- und Sportamts Heilbronn sowie des Stadtarchivs Heilbronn entstanden in den Folgejahren in den allermeisten Stadtteilen Heilbronns weitere Interessenkreise.
Der Interessenkreis Heimatgeschichte Frankenbach wurde 2006 von geschichtlich interessierten Bürgern gegründet.

Wir sind ein Arbeitskreis Heimatgeschichte und befassen uns mit der Frankenbacher Historie, als Teil des Stadtarchives Heilbronn in Ehrenamtlicher Tätigkeit.
Da wir kein eingetragener Verein sind, kann jeder Interessierte projektbezogen Mitwirken.
Unser Angebot sind Gesprächsabende zur Information, zum Wissensaustausch, Gestaltung von Projekten und Gesprächen.

Wir führen ein Archiv, auch online: www.Geschichte-Frankenbach.de. Sammeln da Schriften, Karten, Berichte etc., eigentlich alles was bisher über Frankenbach publiziert wurde. Wir versuchen so alles was bisher bekannt ist auf einer Stelle zusammenzuführen.

Des Weiteren sammeln wir zusammen mit dem Stadtarchiv Heilbronn Fotos und Ansichtskarten, sowie schriftliche Dokumente aus Frankenbach.
Erforschung und Dokumentation der Biografie einzelner Personen von öffentlichem Interesse.
Desweiteren befassen wir uns mit einzelnen Sparten wie Vereine, Handwerk und Handel, Industrie, Kirche, Landwirtschaft, Neubürger, Gebäude, Kleindenkmale etc.
Da Frankenbach ein Heilbronner Dorf war erforschen wir auch den Kontext Heilbronn, die Zusammenhänge nach Bad Wimpfen, den Hipfelhof, und weitere Hintergründe der Geschichte die hier auch wichtig sind.

Da wir über keine eigene Ausstellungsfläche verfügen sammeln wir kleinere Gegenstände des Frankenbacher Alltags.
Diese können wir auch bei Veranstaltungen präsentieren, die wir dann im größeren Rahmen veranstalten.
Erzählungen und Berichte älterer Mitbürger (Zeitzeugen) sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Geschichten und Anekdoten, Heiteres und Ernstes, Wichtiges und Nebensächliches aus früheren Zeiten sind wichtig für die nachfolgenden Generationen.
Schilderungen des Alltags, der Arbeitswelt, der sozialen Verhältnisse, der Schule und des Kindergartens, der Feste, Fest und Feiertage und des Vereinslebens in Frankenbach sind wichtig und wertvoll und werden von uns dokumentiert. So vieles geht sonst verloren was wichtig ist von Frankenbach.

Wir möchten es bewahren

Die Mitarbeitergruppe besteht aus einem festen Kern. Dazu kann sich jede Person die Interesse hat ebenfalls einbringen. Sei es mit einzelnen Beiträgen oder als Beteiligung an einem Projekt oder nur zum Gedankenaustausch.



Ebenso finden sie uns bei:

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Unsere letzten Veranstaltungen

Frankenbacher Ehrenmale / Feuer, Wasser und andere Katastrophen

Frankenbacher Ehrenmale / Feuer, Wasser und andere Katastrophen

Frankenbacher Ehrenmale

Entlang der ev. Alban Kirche rüber über den Friedhof in Frankenbach führte Frau Helga Schillinger am 20. September 2014 ihre Zuhörer um die über die dort vorhandenen Ehrenmale zu informieren.
Eine Zusammenfassund als Bericht kann hier nachgelesen werden:

Bericht Ehrenmale

 

Feuer, Wasser und andere Katastrophen

Zu diesem Thema berichteten die beiden Herren Gerhard Knobloch und Herr Friedrich Volz am 07. Oktober 2014 im Bürgeramt Heilbronn-Frankenbach. Wir haben das Vorgetragen zusammengesst und kann jetzt hier nachgelesen werden.

 

Historischer Waschtag

Am 31.08.2014, dem 2. Tag des Frankenbacher Straßenfestes um 17.00 Uhr lud der Interessenkreis zum historischen Waschtag ein.

Wasser konnte man gebrauchen aber nicht unbedingt vom Himmel. Ebenso war es so nicht sonderlich fördernd für die spätere Trocknung. 
Frau Helga Schillinger führte mit Haube und in Kleidung längst vergessener Tage vor, was es in früheren Zeiten bedeutete Wäsche sauber zu bekommen.

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Über Frankenbach

Schon früh siedelten Menschen auf der Frankenbacher Markung, dies lässt sich durch den Fund einer steinzeitlichen Siedlung beweisen. Aus der Bronzezeit fand sich ein Gehöft, aus der Eisenzeit zwei Wohnstätten. Ebenso hinterließen die Kelten Spuren ihrer Siedlung und in der Zeit der Römer befand sich ein Gutshof von ihnen auf Frankenbacher Gebiet.
Unsere germanischen Vorfahren hinterließen dann Spuren die sich schon im heutigen Ortskern befinden.

Die Franken, welche die Alemannen um 500 aus der Region vertrieben gaben dem Ort den Namen.

Schriftlich wird der Ort Frankenbach erstmals urkundlich wegen einer Schenkung an das Kloster Lorsch im Jahr 766 als villa Francunbach erwähnt. 807 wird der Ort, der sich im Gartachgau befindet, nochmals schriftlich in einer Schenkung des Widegowo genannt.

Im Mittelalter wechselte öfters das Eigentum den Besitzer. Dazu gehörten der Deutsche Orden, das Klarakloster, das Katharinenspital, die Pfarrpflege in Heilbronn, das Heiliggeistspital und auch das Dominikanerkloster in Wimpfen.
Ebenso wie die Herren von Gemmingen und die Herren von Remchingen.
Diese verkauften auch im Jahre 1438 ihre Rechte und Besitzeigentümer in Frankenbach an die „Freie Stadt Heilbronn“.
Mit Ausnahme von Pfarrer, Lehrer und wenigen kurpfälzischen Untertanen waren die Bewohner jetzt Leibeigene der Stadt Heilbronn, zu welcher Frankenbach bis 1803 gehörte.

Die lebhafte Geschichte seit der ersten schriftlichen Erwähnung bis zum heutigen Tage hat viele Spuren hinterlassen.
Friedliche Jahre sowie zahlreiche Kriege kamen und gingen in den Jahrhunderten in diesen Jahrhunderten und prägten das Schicksal der Gemeinde.

Das Dorf brannte während einer Fehde 1439, die zwischen der Stadt Heilbronn und Eberhardt von Benningen bestand und wurde im Oktober 1550 von spanischen Soldaten überfallen.
Doch der Dreißigjährige Krieg übertraf das Bisherige. Nach der Schlacht bei Wimpfen, 7. Mai 1622 und am 25. November des gleichen Jahres wurde Frankenbach von den Soldaten des Feldherrn Tilly geplündert und gebrandschatzt.

Als die kaiserlichen Truppen sich nach ihrer siegreichen Schlacht bei Nördlingen 1634 nach Heilbronn und die umliegenden Umgebung zurückzogen, plünderten sie dabei die umliegenden Ortschaften.
Am 17. August 1675 steckten die Franzosen Frankenbach in Brand wobei 24 Häuser sowie das Schulhaus, 29 Scheunen und 21 Stallungen den Flammen zum Opfer fielen.
Im pfälzisch-orleanschen Krieg (1688 – 1697) wurde Frankenbach 1693 erneut von französischen Soldaten geplündert, welche auch die Kirchenglocken raubten.
Die Wirren der französischen Revolution und die Napoleonischen Kriege gingen nicht spurlos an dem Ort vorbei, brachten Frankenbach aber auch eine Änderung in der Geschichte. Heilbronn verlor aufgrund des Reichsdeputationshauptschluss von 1803 aufgrund den Status als Reichsstadt, so dass der Ort an das Königreich Württemberg kam. Die Dorfbewohner erhielten so die gleichen Rechte wie die Einwohner der Stadt Heilbronn und das Dorf mit dem Hipfelhof als seine Teilgemeinde und seinem eigenen Schultheißen wurde eine der 17 Kommunen, die dem Oberamt Heilbronn zugeordnet waren.

Die Zeiten besserten sich wieder für die Frankenbacher Ende des 19. Jahrhunderts. Neben der dominierenden Landwirschaft bildeten die Sand- und Kiesgruben weitere Beschäftigungsmöglichkeiten.
Ebenso arbeitete die Bevölkerung in den Industriegebieten, die in Heilbronn und Neckargartach entstanden waren.
Die Bevölkerungszahlen stiegen auf etwa 1700 Einwohner im Jahr 1901. 2270 Einwohner wurden 1939 gezählt und Ende 1945 waren es 2459.
Der Ort wurde durch die beiden Weltkriege in der Entwicklung unterbrochen konnte aber besonders durch die Erschließung von großen Neubaugebieten in den 1960er und 1970er Jahren, u.a. des Wohngebiet Maihalde dies wettmachen.
Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahlen wurde 1964 ein Schulzentrum mit Grund- und Hauptschule und einem Lehrschwimmbecken eingeweiht.

Am 1. April 1974 wurde aufgrund der Verwaltungsreform des Landes Baden-Württemberg die bis dahin selbstständige Gemeinde Frankenbach, obwohl die meisten Bürger damit nicht einverstanden waren, von der Stadt Heilbronn eingemeindet und besteht seitdem als Stadtteil Heilbronn-Frankenbach.

 

 

Schon gewusst?

Kindergarten Friede-von-Cotta

Grundsteinlegung war am ersten Tag nach den Sommerferien, am 08. September 1969, durch Herrn Dekan Dr. Siegel durchgeführt.

Eröffnung des Kindergartens war am 18. Januar 1970 durch Dekan i.R. Dr. Siegel der eigens zum Einweihungsfest zusammen mit seiner Gattin aus Wolfschlugen kam.
Unter den Ehrengästen war auch Pfarrer Günter, der bei der Einweihungsfeier für den Kindergarten im Riedweg im Oktober 1967 die Festpredigt hielt.

Gegenüber diesem Kindergarten steht der erste Kindergarten von Frankenbach. Davon berichtet noch der kleine Erinnerungsstein, der über der Türe angebracht ist: „Kleinkinderschule erbaut 1905, Psalm 115, 13“.
Dieser 13. Vers des 115. Psalms: „Er segnet, die den Herrn fürchten, die Kleinen und die Großen.“, war auch das Schlusswort des Predigtgottesdienstes von Herrn Dekan Dr. Siegel.

Die Kindergartenarbeit hatte in Frankenbach also schon lange Tradition. Eine weitere Tradition verdankte die Frankenbacher Jugend einer Frau aus dem Geschlecht der Freiherrn von Cotta, die seit über 150 Jahren auf dem Hipfelhof lebten. Nämlich dem „gnädigen Fräulein“, wie sie allseits genannt wurde, Friede von Cotta (1867 - 1959).

Sie sah ihre Lebensaufgabe bis ins hohe Alter darin, den Frankenbacher Kindergarten zu umsorgen.

Das Freifräulein von Cotta beschenkte die Kinder an Weihnachten.[1] Ebenso wie sie dem neuen Kindergarten auch einige Dinge stiftete.
Darum nahm der Kirchengemeinderat den Vorschlag von Frau Pfäffle, den neuen Kindergarten Friede-von-Cotta Kindergarten zu nennen, an.

Frau Annemarie Pfäffle, die schon vorher Kindergärtnerin in Frankenbach war (1951 – 1959) nahm zusammen mit Frau Susanne Schneckenburger, die als Dreijährige zu ihr in den Kindergarten gebracht wurde, den ersten Dienst im Kindergarten auf. Frau Pfäffle kümmerte sich schon vor der Eröffnung sehr um den Kindergarten, gewissermaßen als „örtlicher Bauleiter“.[2]

Friede von Cotta
Friede von Cotta

Quellenverzeichnis

[1] Heimatklänge aus Frankenbach März 1929

[2] Evangelisches  Gemeindeblatt für Württemberg Ortsbeilage Januar / Februar 1970

Tex: Alexander Schillinger

Letzte Aktualisierung: 11.01.2014