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Der Interessenkreis

Der Interessenkreis Heimatgeschichte Frankenbach wurde 2006 von geschichtlich interessierten Bürgern gegründet und befasst sich mit der Frankenbacher Historie.

Jeder Interessierte, der sich einbringen möchte, kann projektbezogen Mitwirken.
Unser Angebot sind Gesprächsabende zur Information, zum Wissensaustausch, Gestaltung von Projekten und Gesprächen.

Wir führen ein Archiv, auch online: www.Geschichte-Frankenbach.de. Sammeln da Schriften, Karten, Berichte etc., eigentlich alles was bisher über Frankenbach publiziert wurde. Wir versuchen so alles was bisher bekannt ist auf einer Stelle zusammenzuführen.

Erforschung und Dokumentation der Biografie einzelner Personen von öffentlichem Interesse.
Des Weiteren befassen wir uns mit einzelnen Sparten wie Vereine, Handwerk und Handel, Industrie, Kirche, Landwirtschaft, Neubürger, Gebäude, Kleindenkmale etc.
Frankenbach war ein Heilbronner Dorf, daher erforschen wir auch den Kontext Heilbronn, die Zusammenhänge nach Bad Wimpfen, den Hipfelhof, und weitere Hintergründe der Geschichte die hier auch wichtig sind.

Erzählungen und Berichte älterer Mitbürger (Zeitzeugen) sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Geschichten und Anekdoten, Heiteres und Ernstes, Wichtiges und Nebensächliches aus früheren Zeiten sind wichtig für die nachfolgenden Generationen. 
Schilderungen des Alltags, der Arbeitswelt, der sozialen Verhältnisse, der Schule und des Kindergartens, der Feste, Fest und Feiertage und des Vereinslebens in Frankenbach sind wichtig und wertvoll und werden von uns dokumentiert. So vieles geht sonst verloren was wichtig ist von Frankenbach.

Wir möchten es bewahren

Die Mitarbeitergruppe besteht aus einem festen Kern. Dazu kann sich jede Person die Interesse hat ebenfalls einbringen. Sei es mit einzelnen Beiträgen oder als Beteiligung an einem Projekt oder nur zum Gedankenaustausch.

 

Ebenso finden sie uns bei:

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Neues vom Interessenkreis

Einen interessanten Einblick in das frühere Gewerbe aus Frankenbach konnten wir uns verschaffen, nachdem wir ein Gespräch mit 2 Kindern von Erwin Spillmann, Milchhändler, Ende Januar führten.

Das Ergebniss des unterhaltsamen Gespräches können sie hier nachlesen.

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Im Jubiläumsjahr 2016, findet eine Ausstellung von FrankenbachernHobbymaler/Innen statt.
Damit verbunden werden Arbeiten früherer Maler gezeigt.

Wer sich gerne beteiligen möchte meldet sich bitte bei uns unter
post@ikhf.org

Unsere letzten Veranstaltungen

Jahresabschluss 2014

Zu einem gemütlichen Jahresausklang traf sich am 09.12.2014 der Interessenkreis im Gasthaus Sonne in Frankenbach.

Neben dem Austausch von interessanten Informationen kam die Adventszeit aber auch nicht zu kurz indem 2-3 kurze humorvolle Weihnachtsgeschichten von den Anwesenden vorgetragen wurden.

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Wer gehört zu mir?

Um das zu erfahren besuchten interessierte Zuhörer am Dienstag, 11.11.2014 im Frankenbacher Bürgeramt unsere letzte Veranstaltung.
Herr Heinz Häberle vom Verein für Genealogie in Nordwürttemberg berichtete in packender und humorvoller Weise über das umfassende und spannende Thema der Genealogie (Ahnenforschung).

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Über Frankenbach

Schon früh siedelten Menschen auf der Frankenbacher Markung, dies lässt sich durch den Fund einer steinzeitlichen Siedlung beweisen. Aus der Bronzezeit fand sich ein Gehöft, aus der Eisenzeit zwei Wohnstätten. Ebenso hinterließen die Kelten Spuren ihrer Siedlung und in der Zeit der Römer befand sich ein Gutshof von ihnen auf Frankenbacher Gebiet.
Unsere germanischen Vorfahren hinterließen dann Spuren die sich schon im heutigen Ortskern befinden.

Die Franken, welche die Alemannen um 500 aus der Region vertrieben gaben dem Ort den Namen.

Schriftlich wird der Ort Frankenbach erstmals urkundlich wegen einer Schenkung an das Kloster Lorsch im Jahr 766 als villa Francunbach erwähnt. 807 wird der Ort, der sich im Gartachgau befindet, nochmals schriftlich in einer Schenkung des Widegowo genannt.

Im Mittelalter wechselte öfters das Eigentum den Besitzer. Dazu gehörten der Deutsche Orden, das Klarakloster, das Katharinenspital, die Pfarrpflege in Heilbronn, das Heiliggeistspital und auch das Dominikanerkloster in Wimpfen.
Ebenso wie die Herren von Gemmingen und die Herren von Remchingen.
Diese verkauften auch im Jahre 1438 ihre Rechte und Besitzeigentümer in Frankenbach an die „Freie Stadt Heilbronn“.
Mit Ausnahme von Pfarrer, Lehrer und wenigen kurpfälzischen Untertanen waren die Bewohner jetzt Leibeigene der Stadt Heilbronn, zu welcher Frankenbach bis 1803 gehörte.

Die lebhafte Geschichte seit der ersten schriftlichen Erwähnung bis zum heutigen Tage hat viele Spuren hinterlassen.
Friedliche Jahre sowie zahlreiche Kriege kamen und gingen in den Jahrhunderten in diesen Jahrhunderten und prägten das Schicksal der Gemeinde.

Das Dorf brannte während einer Fehde 1439, die zwischen der Stadt Heilbronn und Eberhardt von Benningen bestand und wurde im Oktober 1550 von spanischen Soldaten überfallen.
Doch der Dreißigjährige Krieg übertraf das Bisherige. Nach der Schlacht bei Wimpfen, 7. Mai 1622 und am 25. November des gleichen Jahres wurde Frankenbach von den Soldaten des Feldherrn Tilly geplündert und gebrandschatzt.

Als die kaiserlichen Truppen sich nach ihrer siegreichen Schlacht bei Nördlingen 1634 nach Heilbronn und die umliegenden Umgebung zurückzogen, plünderten sie dabei die umliegenden Ortschaften.
Am 17. August 1675 steckten die Franzosen Frankenbach in Brand wobei 24 Häuser sowie das Schulhaus, 29 Scheunen und 21 Stallungen den Flammen zum Opfer fielen.
Im pfälzisch-orleanschen Krieg (1688 – 1697) wurde Frankenbach 1693 erneut von französischen Soldaten geplündert, welche auch die Kirchenglocken raubten.
Die Wirren der französischen Revolution und die Napoleonischen Kriege gingen nicht spurlos an dem Ort vorbei, brachten Frankenbach aber auch eine Änderung in der Geschichte. Heilbronn verlor aufgrund des Reichsdeputationshauptschluss von 1803 aufgrund den Status als Reichsstadt, so dass der Ort an das Königreich Württemberg kam. Die Dorfbewohner erhielten so die gleichen Rechte wie die Einwohner der Stadt Heilbronn und das Dorf mit dem Hipfelhof als seine Teilgemeinde und seinem eigenen Schultheißen wurde eine der 17 Kommunen, die dem Oberamt Heilbronn zugeordnet waren.

Die Zeiten besserten sich wieder für die Frankenbacher Ende des 19. Jahrhunderts. Neben der dominierenden Landwirschaft bildeten die Sand- und Kiesgruben weitere Beschäftigungsmöglichkeiten.
Ebenso arbeitete die Bevölkerung in den Industriegebieten, die in Heilbronn und Neckargartach entstanden waren.
Die Bevölkerungszahlen stiegen auf etwa 1700 Einwohner im Jahr 1901. 2270 Einwohner wurden 1939 gezählt und Ende 1945 waren es 2459.
Der Ort wurde durch die beiden Weltkriege in der Entwicklung unterbrochen konnte aber besonders durch die Erschließung von großen Neubaugebieten in den 1960er und 1970er Jahren, u.a. des Wohngebiet Maihalde dies wettmachen.
Aufgrund der gestiegenen Einwohnerzahlen wurde 1964 ein Schulzentrum mit Grund- und Hauptschule und einem Lehrschwimmbecken eingeweiht.

Am 1. April 1974 wurde aufgrund der Verwaltungsreform des Landes Baden-Württemberg die bis dahin selbstständige Gemeinde Frankenbach, obwohl die meisten Bürger damit nicht einverstanden waren, von der Stadt Heilbronn eingemeindet und besteht seitdem als Stadtteil Heilbronn-Frankenbach.

 

 

Schon gewusst?

Die Blunsenbacher

Wie die Frankenbacher zu ihrem Spitznamen, „Blunsenbacher“ kamen, erzählen uns noch ältere Einwohner:

 „Ein Metzger von Frankenbach bezog seine Wurst aus Heilbronn. Mit seinem Fuhrwerk musste er die Anhöhe zwischen Böckingen und Frankenbach hinauffahren. Um das Pferd zu schonen,: legte er auf halber Höhe angekommen, eine Pause ein. Jedoch er fand keinen Stein zum Unterlegen. So nahm er einfach eine Blunsenwurst und legte sie unter das Rad.

 Die Anhöhe zwischen, Frankenbach und Böckingen heißt seither Blunsenbuckel, die Frankenbacher aber heißt man „Blunsenbacher““.

Bei Dorffesten in Frankenbach war es nun das Vorrecht der Metzger, einen Schweinemagen mit Blut zu füllen und ihn unter die Vereinstafel zu hängen. Gar oft rief dieses Bild Aufsehen und Gelächter hervor.

Blunsenbacher

Quellenverzeichnis

Letzte Aktualiserung: 12.11.2013